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Ruhrpott-Rebellion in Gelsenkirchen

Jetzt ist die Zeit, Haltung zu zeigen
Der Sozialstaat ist kein Luxus. Er ist das Fundament einer gerechten Gesellschaft. Wer Jahrzehnte gearbeitet, Beiträge gezahlt und den Wohlstand dieses Landes mit geschaffen hat, darf nicht erleben, dass ausgerechnet bei den Beschäftigten, Rentnern und Familien gespart wird.
Immer neue Forderungen nach längeren Arbeitszeiten, einem höheren Renteneintrittsalter oder Kürzungen sozialer Leistungen gehen an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei. Während die Kosten für Wohnen, Energie und Lebensmittel steigen, wächst bei vielen die Sorge um die eigene Zukunft. Das ist kein Naturgesetz – sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen.
Die Ruhrpott-Rebellion setzt dem eine klare Botschaft entgegen: Ein starker Sozialstaat ist keine Belastung, sondern die Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg, sozialen Frieden und demokratischen Zusammenhalt. Deshalb rufen Gewerkschaften und zahlreiche gesellschaftliche Initiativen dazu auf, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Sozialabbau und für gute Arbeit, faire Löhne und soziale Sicherheit zu setzen.
Gerade das Ruhrgebiet weiß, was Solidarität bedeutet. Hier haben Generationen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den Wohlstand unseres Landes erarbeitet. Sie verdienen Respekt – keine Politik, die immer neue Opfer von denjenigen verlangt, die ohnehin jeden Tag ihren Beitrag leisten.
Die Frage ist nicht, ob wir uns einen starken Sozialstaat leisten können. Die entscheidende Frage lautet: Können wir es uns leisten, ihn weiter auszuhöhlen?
Wer für soziale Gerechtigkeit, gute Arbeitsbedingungen und eine solidarische Gesellschaft einstehen möchte, sollte an diesem Tag dabei sein. Veränderungen beginnen dort, wo Menschen gemeinsam den Mut haben, ihre Stimme zu erheben.
Denn ein starker Sozialstaat ist kein Kostenfaktor – er ist das Versprechen, dass Leistung anerkannt, Solidarität gelebt und niemand zurückgelassen wird.
